Ein Grillthermometer für das perfekte Spanferkel

spanferkelgrillEines der liebsten deutschen Hobbys ist an schönen Sommerabenden vermutlich das Grillen. Egal wo man auch herläuft, der würzige Duft nach Fleisch und Holzkohle weht einem um die Nase. Dabei werden schon lange nicht mehr einfach nur Wurst oder ein Nackensteak auf den Grillrost gelegt, sondern das Grillen an sich wird zum Erlebnis. Smoker, Dutch Oven, indirekte Hitze oder ein Spanferkelgrill sorgen für Abwechslung und erstklassige Ergebnisse. Dabei ist natürlich wichtig, dass das Fleisch auf den Punkt genau gar wird.

Gutes Fleisch = gutes Ergebnis

Auch wenn es sich banal anhört: das Wichtigste beim Grillen ist in jedem Fall ein hochwertiges Stück Fleisch. Der verwendete Grill oder die Art der Zubereitung spielen zwar auch eine Rolle, aber ohne hochwertiges Fleisch kann das Ergebnis nicht gut werden.

Für alle Fleischsorten gilt grundsätzlich:

  • gutes Fleisch hat immer eine glatte und trockene Oberfläche
  • das Fleisch muss immer einen frischen Geruch haben
  • die Fleischfarbe muss zum Fleisch passen (abhängig von der Fleischsorte)

Für die Farbe des Fleisches bedarf es etwas Fachkenntnis: während Rindfleisch dunkelrot ist und eine trockene Oberfläche hat, ist Schweinefleisch zart rosa und ebenfalls glatt und trocken. Geflügel hingegen ist blass rosa und vor allem ist hier wichtig dass es keine Druckstellen hat. Darüber hinaus muss man aus hygienischen Gründen Geflügel schnell verarbeiten und vor allem reinlich sein.

Es empfiehlt sich, dass sie ihr Spanferkel bei einem Metzger ihres Vertrauens erwerben und darauf achten, dass es aus biologischer Haltung stammt. So ist garantiert, dass das Fleisch zart wird und keinen Beigeschmack hat, wie es so oft bei schlechtem Fleisch passiert.

Ein gutes Spanferkel – die Vorbereitung

Ein Spanferkel grillt man nicht eben auf die Schnelle. Man sollte mindestens einen Tag vorher das Spanferkel bereits entsprechend vorbereiten. Dafür schneiden sie die Haut rund um ein, ein Karomuster hat sich hier bewährt. Nun geht es ans würzen. Hier reibt man entsprechende Gewürze oder eine gute Marinade (Tipp: viel Knoblauch macht sich immer gut) in das Fleisch und vor allem in die Einschnitte. Nun lässt man die Gewürze, bzw. die Marinade, einen vollen Tag einziehen.

Ein gutes Spanferkel – Zeit ist wichtig

Ein Spanferkel benötigt schon allein aufgrund der Größe viel Zeit. Je nach Größe des Ferkels rechnet man zwischen fünf und 8 Stunden. Es empfiehlt sich jedoch, zusätzlich mit geringer Hitze zu arbeiten. Erst dann wird das Fleisch optimal. Bereits unsere Oma wusste: je länger man auf langsamer Hitze schmort umso besser wird das Fleisch.

Wann ist das Spanferkel fertig?

Optimal auf den Punkt gebracht ist das Spanferkel bei 73 °C bis 75 °C Kerntemperatur. Die Kerntemperatur ist übrigens die Temperatur im Inneren des Schweins. Ist diese zu tief, ist das Schwein noch nicht gar. Ist diese zu hoch, so verliert man den zarten Fleischgeschmack ein wenig.

Zum Messen der Kerntemperatur eignet sich ein gutes Grillthermometer. Moderne Grillthermometer haben nicht nur einen Fühler, der die Kerntemperatur des Fleisches misst, sondern noch mindestens einen weiteren für die Gartemperatur (falls man das Schwein in einem geschlossenen Grill gegart).

Besonders hochwertige Grillthermometer sind sogar mit mehreren Temperaturfühlern ausgestattet. So lässt sich zum Beispiel die Kerntemperatur eines größeren Spanferkels auch an zwei Stellen messen.

Gute Geräte mit mindestens drei Messfühlern liegen im Preisbereich von 30 € aufwärts. Es empfiehlt sich jedoch bereits ein Grillthermometer mit Bluetooth zu verwenden. Hier wird die Temperatur auf einem extra Empfänger oder bereits auf dem Smartphone (als App) angezeigt. Als Vorteil ist hier zu nennen, dass man nicht ständig am Grill stehen muss und darüber hinaus durch einen Alarm auf die passende Kerntemperatur aufmerksam gemacht wird.

Ein Abschluss-Tipp: Grillen Sie das Spanferkel mit niedriger Temperatur bis es eine Kerntemperatur von 65° aufweist. Anschließend geben Sie noch einmal etwas mehr Hitze, damit die Haut von außen schön kross wird. Bei 75° Kerntemperatur ist das Spanferkel dann fertig. Guten Appetit!